Ausleitungsverfahren

Die Ausleitungsverfahren sind ein Therapiekonzept, das bis auf Hippokrates zurückgeht. Hippokrates von Kos (um das Jahr 460 vor unserer Zeitrechnung auf Kos geboren, wahrscheinlich um das Jahr 370 vor unserer Zeitrechnung in Larisa gestorben) war ein griechischer Arzt und gilt als der berühmteste Arzt des Altertums. Hippokrates wurde schon zu Lebzeiten hoch verehrt. Er gilt als Begründer der Medizin als Wissenschaft, insbesondere als auf umfangreichen Beobachtungen und Beschreibung von Krankheitssymptomen fußender Erfahrungswissenschaft (Quelle: Wikipedia).

Dem modernen Verständnis dieses traditionellen Therapiekonzeptes zufolge, können Organe eines kranken Körpers gereinigt werden, indem über die Haut oder andere Organe schädliche Stoffe nach außen geleitet werden. Zu den ausleitenden Therapieverfahren gehören insbesondere Aderlass, Baunscheidt-Behandlung, Biersche Stauung, Blutegelbehandlung, Cantharidentherapie, Fontanellentherapie, Pustulantien-Behandlung und das Schröpfen.

Die in der Naturheilpraxis Barbara Boels angebotenen Ausleitungsverfahren, das Schröpfen (blutig oder unblutig, auch als Schröpfmassage) und das Baunscheidtieren, nutzen alle den Weg über die Haut, dem größten Organ des menschlichen Körpers. Andere Wege für die Ausleitung von Giftstoffen aus dem Körper sind die Nieren und die Blase (Trinkkuren, Phytotherapie), der Darm (Phytotherapie) und die Lunge (Atemtherapien).

Schröpfen

Es werden Glaskolben (Schröpfköpfe oder -gläser) auf die Haut aufgesetzt, in denen ein leichter Unterdruck hergestellt wird. Dieser dosierte Unterdruck bewirkt ein eng lokalisiertes Ansaugen von Blut in die Haut, wodurch die Giftstoffe aus dem Blut nach außen ableitet werden. Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Aufsetzen der Schröpfköpfe punktiert. Durch den Unterdruck treten geringe Mengen Blutes in die Schröpfköpfe aus, welche die Giftstoffe ausschwemmen.

Baunscheidtverfahren ("Baunscheidtieren")

Unter "Baunscheidtieren" versteht man die Anwendung des von dem Bonner Arzt Carl Baunscheidt vom Beispiel der Insektenstiche abgeleiteten Heilverfahrens. Dabei werden zunächst - unter keimarmen Bedingungen - mehr oder weniger große Bereiche der Haut in der von den Beschwerden betroffenen Körperregion unblutig punkiert. Unmittelbar danach werden die punktierten Regionen mit einem wohlriechenden Reizöl (dem sogenannten "Baunscheidtieröl") eingerieben.

Lokal begrenzt bilden sich dann rasch kleine juckende Pusteln, die ein wohliges Wärmegefühl bereiten und über die Wundflüssigkeit ausgeschieden wird. Solche "künstlichen Entzündungen" sind bei Gicht, Neuralgien und chronischem Rheumatismus heilsam, weil mit dem Wundserum die Giftstoffe über die Haut ausgeschieden werden.


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